Duell mit Eifel-Mosel Bären wird verschoben

Das für heute Abend, 13. Januar, 18 Uhr, angesetzte Spiel der Rheinland-Pfalz-Liga zwischen den Mainzer Wölfen und den Eifel-Mosel Bären wird verschoben. Die Wölfe werden stattdessen um 18 Uhr eine Trainingseinheit in der Eissporthalle am Bruchweg einlegen. Das nächste Heimspiel bestreiten sie somit am kommenden Sonntag, 20. Januar, um 18 Uhr gegen den punktgleichen IHC Beaufort.

2:4 in Beaufort: „Wir müssen Arbeit und Konzentration verbessern“

Die Mainzer Wölfe stecken offenbar im Adventstief. Am Vorabend des dritten Advents kassierten sie in Luxemburg beim IHC Beaufort ihre zweite Saisonniederlage, 2:4 (1:2, 0:1, 1:1) hieß es nach 60 Minuten aus Sicht der Mainzer. Der einstmals beruhigende Vorsprung an der Tabellenspitze ist somit dahin, und Beaufort kann mit einem Heimsieg gegen die Eifel-Mosel Bären kurz vor Weihnachten gleichziehen. „Spätestens in den letzten beiden Spielen mussten wir feststellen, dass wir unsere Arbeit und Konzentration verbessern müssen, wenn wir Liga und Pokal gewinnen wollen“, kommentierte Wölfe-Teammanager Milan Nosek nach dem Spiel.

Nur elf Feldspieler standen neben Torwart Marc Stromberg beim TSV SCHOTT auf dem Spielbericht. Mit einer so kurzen Bank ist es selbst für einen Kader von Qualität schwierig, ein Eishockeyspiel gegen einen engagierten Gegner zu gewinnen. Zumal bei den Gästen das Zusammenspiel zu wünschen übrig ließ und es die Spieler zu häufig mit Einzelaktionen versuchten, wie Nosek bemängelte. „Beaufort hat mit richtigem Positionsspiel reagiert. Wir haben dem Gegner jeden Respekt vor uns genommen, der am Anfang zu spüren war.“ Zwar ging Mainz bereits nach 97 Sekunden durch Spielertrainer Alexey Gebel in Führung. Doch bis zur ersten Pause drehte Beaufort das Spiel durch Benny Welter und Robbo Beran, der an allen vier Treffern beteiligt war, zum 2:1.

„In der Drittelpause habe ich der Mannschaft klargemacht, dass ich unser Kombinationsspiel vermisse, bei dem die Scheibe schnell von Kelle zu Kelle läuft“, berichtete Nosek. Nachdem sich Mainz im Mitteldrittel zunächst das 3:1 durch Welter fing (33.), lief im Schlussabschnitt wieder mehr zusammen. Lohn war der Anschlusstreffer durch Gebel fünf Minuten vor Schluss. „Trotz massiven Offensivdrucks ist uns der Ausgleich allerdings nicht gelungen“, so Nosek. Zudem kamen die Wölfe nicht mehr in die Lage, ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen, da in einem äußerst fairen Spiel mit wenigen Strafen Alexander Schumacher und Gebel jeweils wegen Hohen Stocks eine Zwei-Minuten-Strafe erhielten. Statt der Schlussoffensive fand sich Mainz in einer 3:5-Unterzahl wieder und kassierte 15 Sekunden vor dem Ende das 4:2 durch Kevin Grönlund.

Die vierwöchige Spielpause kommt den Wölfen gelegen. Am 13. Januar geht es mit dem Heimspiel gegen die Eifel-Mosel Bären weiter. Die Aufgabe kann nur lauten, bis dahin in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Mainz: Stromberg; Haselsteiner, Schumacher, Wölk, Bergmann, Brauer; Gebel, Sagula, Eisenträger, Nytra, Horcicka, Johansson.

Tore: 0:1 (2.) Gebel (Sagula), 1:1 (13.) Welter (Hourdremont, R. Beran), 2:1 (17.) R. Beran (Welter, Hourdremont), 3:1 (33.) Welter (R. Beran), 3:2 (55.) Gebel (Johansson, Brauer), 4:2 (60.) Grönlund (R. Beran).

Strafminuten: Beaufort 4 – Mainz 6 + 10 (Gebel).

 

Gebel und Knihs erzielen gegen Neuwied jeweils einen lupenreinen Hattrick

Der TSV SCHOTT Mainz zieht in der Eishockey-Rheinland-Pfalz-Liga an der Tabellenspitze weiterhin einsam seine Kreis. Zum dritten Mal schon bekam die Zweivertretung des EHC Neuwied die Mainzer Stärke zu spüren und musste am Sonntagabend mit einer 1:14 (1:4, 0:6, 0:4)-Niederlage die Heimreise antreten.

„Wir waren in allen Belangen überlegen, es war ein besseres Trainingsspiel für uns“, sagte Wölfe-Teammanager Milan Nosek. „Wir sind mit nur zwölf Feldspielern abgetreten, wurden vom Gegner aber nie gefordert“, so Nosek. Ein seltenes Kunststück gelang dabei gleich zwei Mainzern im zweiten Spielabschnitt. Sowohl Alexey Gebel binnen sechs Minuten und acht Sekunden als auch Paul Knihs innerhalb von zwei Minuten und 38 Sekunden erzielten einen lupenreinen Hattrick. Damit war bereits nach vierzig Minuten der zweistellige Heimsieg perfekt.

Weiter geht es am kommenden Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei den Eifel-Mosel Bären. Der Meister hat bislang in dieser Saison erhebliche Schwierigkeiten und am Sonntagabend eine weitere 1:7-Niederlage auf heimischem Eis gegen den IHC Beaufort aus Luxemburg kassiert.

Wölfe: Stromberg; Bergmann, Schumacher, Bianchi, Wölk, Haselsteiner; Cimburek, Dalaker, Eisenträger, Sagula, Gebel, Knihs, Nytra.

Tore: 1:0 (6.) Gebel (Dalaker, Cimburek), 2:0 (9.) Cimburek (Sagula), 2:1 (13.) Landi (Kley, Kettler), 3:1 (17.) Gebel (Cimburek), 4:1 (20.) Dalaker (Haselsteiner), 5:1 (26.) Knihs, 6:1 (30.) Knihs (Cimburek), 7:1 (32.) Knihs (Bergmann, Haselsteiner), 8:1 (36.) Gebel (Wölk, Schumacher), 9:1 (38.) Gebel (Sagula, Schumacher), 10:1 (39.) Gebel (Schumacher), 11:1 (43.) Cimburek (Gebel, Haselsteiner), 12:1 (43.) Haselsteiner (Gebel, Schumacher), 13:1 (55.) Bianchi (Nytra, Gebel), 14:1 (60.) Dalaker (Bergmann, Cimburek).

Strafminuten: Mainz 0 + 10 (Knihs) – Neuwied 10 + 10 (Landi).

 

4:5 bei den Eifel-Mosel Bären: „Saison wird kein Selbstläufer!“

„Wir haben verdient verloren, was vielleicht gar nicht so schlecht für uns ist, damit die Mannschaft erkennt, dass diese Liga für uns kein Selbstläufer wird.“ Die Eishockeyspieler des TSV SCHOTT Mainz haben am Sonntag bei den Eifel-Mosel Bären mit 4:5 (1:1, 2:1, 1:3) ihre erste Saisonniederlage kassiert und damit in den Augen ihres Teammanagers Milan Nosek zur rechten Zeit einen Warnschuss. Zwei Wochen müssen die Wölfe nun warten, bis es am 15. Dezember mit dem Auswärtsspiel beim stark in die Saison gestarteten IHC Beaufort in Luxemburg weitergeht.

Ein 14:2 am ersten Spieltag im Oktober hin oder her – ein solches Ergebnis zählt unter anderen Voraussetzungen anderthalb Monate später: nichts mehr. Während die Eifel-Mosel Bären diesmal mit drei Sturmreihen antraten, fehlten Mainz die Leistungsträger Bennet Bergmann, Paul Knihs und Nicolas Johansson, zudem gingen Alexey Gebel, Vaclav Cimburek und Michael Horcicka angeschlagen in die Partie. Heraus kam die schwächste Leistung der bisherigen Saison. „Es hat gar nicht gestimmt, ob im defensiven oder offensiven Bereich“, sagte Nosek. Er lobte auch die Leistung der Hausherren, die sich nach der Schmach am ersten Spieltag wohl einiges vorgenommen hatten: „Ich möchte die gute Leistung der Eifel-Mosel Bären nicht schmälern.“

Die lagen zwar lange Zeit in Rückstand, ließen sich dadurch aber nicht verunsichern. In einem engen Spiel ging Mainz in Überzahl durch Verteidiger Witali Wölk in Führung (6. Minute), kassierte aber kurz darauf den Ausgleich durch Michal Janega (7.). Trotz Mängeln im Aufbau- und Kombinationsspiel sah es bis ins letzte Drittel nach dem fünften Saisonsieg der Wölfe aus. Gebel, dessen bisherige Punkteausbeute im Vorfeld bei den Eifel-Mosel Bären besonderen Eindruck hinterlassen hatte, sowie Robert Dalaker stellten in der 26. bzw. 27. Minute auf 1:3. Entschieden war aber noch lange nichts, was Bären-Kapitän Stefan Tschammer mit dem 2:3 unterstrich (36.).

Im Schlussabschnitt stellte Dalaker mit seinem zweiten Tor den alten Abstand wieder her (45.). Doch Mainz schaffte es nicht, diesen Vorsprung mit der nötigen Souveränität über die Runden zu bringen. Janega machte das Spiel mit einem Unterzahltreffer wieder spannend (46.), ehe Andreas Weiler das 4:4 gelang (49.). Damit nicht genug, weniger als vier Minuten vor Schluss brachte Thomas Barth seine Farben das erste Mal an diesem Tag in Führung. Selbst eine Überzahlchance in den letzten 100 Sekunden und das vorzeitige Ausscheiden von Bären-Verteidiger Patrick Berens (2 + 10 wegen Checks gegen Kopf und Nacken) konnten den Gästen nicht zum Ausgleich verhelfen.

Beim IHC Beaufort am übernächsten Samstag dürfte es für die Wölfe keinen Deut einfacher werden, an weitere Punkte zu kommen. Die Gastmannschaft aus Luxemburg hat ihre ersten beiden Saisonspiele recht deutlich gewonnen (7:1 in Bitburg, 6:2 in Neuwied). „Da werden wir uns wieder steigern müssen“, weiß Wölfe-Teammanager Nosek. Am Wochenende steht zunächst die interne Weihnachtsfeier an. Spätestens ab dann wird das Team sicher nur nach vorne blicken.

Wölfe: Fach; Bianchi, Haselsteiner, Schumacher, Wölk, Brauer; Gebel, Sagula, Eisenträger, Cimburek, Nytra, Dalaker, Horcica, Posacki, Wilmen.

Tore: 0:1 (6.) Wölk (Gebel, Nytra), 1:1 (7.) Janega, 1:2 (26.) Gebel (Brauer, Wölk), 1:3 (27.) Dalaker (Eisenträger, Wilmen), 2:3 (36.) Tschammer, 2:4 (45.) Dalaker (Haselsteiner), 3:4 (46.) Janega (Hillgärtner, Tschammer), 4:4 (49.) Weiler (Janega, Arend), 5:4 (57.) Barth.

Strafminuten: Bitburg 22 + 10 (Berens) – Mainz 22.

 

5:5 in Zweibrücken gibt weiteren Rückenwind für Heimspiel gegen Neuwied

Erster großer Erfolg in dieser Saison für die Eishockeyspieler des TSV SCHOTT Mainz: Sie haben mit einem 5:5 (0:2, 4:3, 1:0) im Rückspiel beim EHC Zweibrücken das Finale des Rheinland-Pfalz-Pokals erreicht. Das Hinspiel vor zwei Wochen hatten die Wölfe mit 12:8 für sich entschieden. Im März hat Mainz die Chance, nach 2011 abermals den Pokalwettbewerb zu gewinnen.

Letztendlich blieb die Mannschaft von Teammanager Milan Nosek souverän – bis auf einige Minuten im zweiten Spielabschnitt, in denen sie alles zu verspielen drohte. Nach Toren von Vaclav Cimburek (10.) und Spielertrainer Alexey Gebel (11., 22.) führten die Mainzer scheinbar sicher mit 3:0. Doch der eine Spielklasse höher angesiedelte Gegner aus der Regionalliga Baden-Württemberg drehte diesen Rückstand binnen sechseinhalb Minuten, begünstigt durch grobe Schnitzer in der Wölfe-Abwehr. Nach dem Anschlusstreffer zum 1:3 verloren binnen elf Sekunden zunächst Sascha Haselsteiner und dann Cimburek die Scheibe im eigenen Drittel, jeweils knallhart bestraft mit den Treffern zum 2:3 und 3:3. Und da Lukas Srnka in Minute 33 sogar das vierte Tor und somit die Führung nachlegte, glaubten auch die 400 Zuschauer in Zweibrücken wieder an die Wende.

Die Wölfe nahmen eine Auszeit und waren nun gefordert. Die heikle Situation bereinigte ihr Kapitän Stefan Eisenträger, der die Aufholjagd mit dem 4:4-Ausgleich erstickte (35.). Zum vierten Mal hatte Neuzugang Paul Knihs die Vorarbeit geleistet. Martin Sagula beseitige mit der 5:4-Führung (38.) letzte Zweifel. Bei Zweibrücken schlug daraufhin im letzten Drittel der Frust durch, nachdem schon das Freitagabendspiel gegen die Stuttgart Rebels mit 4:7 verloren gegangen war. Srnka kassierte in der 49. Spielminute wegen einer Auseinandersetzung mit Knihs eine Spieldauerdisziplinarstrafe, während der Mainzer mit 2+2 Minuten davonkam. Weil sich Thomas Vodicka von der Spielerbank aus einmischte, musste folgerichtig aus er vom Eis. Als negativen Höhepunkt nahm Radovan Pastorek kurz vor dem Ende das volle Programm mit: Zwei Disziplinarstrafen wecken Meckerns hatten zunächst eine automatische Spieldauerdisziplinarstrafe zur Folge, und weil Pastorek die Diskussionen nicht einstellte, wandelten die Schiedsrichter das Ganze in eine Matchstrafe um. Das Aus für Zweibrücken war zu diesem Zeitpunkt längst besiegelt.

„Das war eine super Leistung der Mannschaft. Ein großes Lob vom Trainer und von mir“, freute sich Manager Nosek. Mit noch stärkerem Rückenwind können die Wölfe am Sonntagabend (18 Uhr, Eissporthalle am Bruchweg) ins Heimspiel gegen den EHC Neuwied 1b gehen. Mainz hat Neuwied in dieser Saison bereits zweimal besiegt. In Bitburg gewann der EHC gestern indes mit 7:1. Es wird also wieder eine konzentrierte Leistung vonnöten sein, um die eigene Weste blütenweiß zu halten.

Mainz: Stromberg; Bianchi, Haselsteiner, Brauer, Schumacher, Wölk, Bergmann, Michalek; Johansson, Gebel, Sagula, Dalaker, Eisenträger, Knihs, Cimburek, Nytra.

Tore: 0:1 (10.) Cimburek (Knihs, Eisenträger), 0:2 (11.) Gebel (Knihs), 0:3 (22.) Gebel (Knihs, Brauer), 1:3 (26.) Hantak (Brüstle, Sefrin), 2:3 (31.) Hähn (Pastorek), 3:3 (31.) Hantak, 4:3 (33.) Srnka (Vodicka, Pastorek), 4:4 (35.) Eisenträger (Knihs, Cimburek), 4:5 (38.) Sagula (Gebel, Schumacher), 5:5 (55.) Neumann (Brüstle).

Strafminuten: Zweibrücken 26 + 5 + Machstrafe (Pastorek) + 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe (Srnka) + Spieldauerdisziplinarstrafe (Vodicka) – Mainz 16 + 10 (Nytra).

 


Die SCHOTT AG